Lichtplanung für New Work und Open Space

Flexibler Arbeitsbereich bei Streit mit Sattlers Doppio Direkt/Indirekt Leuchten. | ©  Christoph-Duepper

Ein Büro. Viele Tätigkeiten. Unterschiedliches Licht.

 

New Work ist kein bestimmter Einrichtungsstil. Moderne Arbeitswelten verbinden konzentrierte Einzelarbeit, digitale Meetings, Teamarbeit, Workshops, spontane Gespräche und Rückzug auf einer Fläche. Menschen wechseln zwischen diesen Situationen – und mit ihnen verändern sich die Anforderungen an Licht, Akustik und Atmosphäre.

 

SATTLER entwickelt Lichtkonzepte, die diese Unterschiede sichtbar und nutzbar machen. Funktionales Arbeitslicht, flexible Lichtsysteme, akustisch wirksame Leuchten und dekorative Lichtobjekte werden so kombiniert, dass jede Zone ihre Aufgabe erfüllt und dennoch Teil einer gemeinsamen architektonischen Sprache bleibt.

 

 

Auf einen Blick:

 

- Lichtzonen für Fokus, Austausch, Workshop, Rückzug und Aufenthalt
- flexible Systeme für veränderbare Möblierung und Nutzungen
- gemeinsame Planung von Beleuchtung, Raumakustik und Deckentechnik
- zonenweise Steuerung mit DALI, Casambi sowie Präsenz- und Tageslichtsensorik
- technische und dekorative Leuchten in einer durchgängigen Formensprache
- projektspezifische Anpassungen aus der SATTLER Manufaktur


 

New Work beginnt mit Arbeitsmodi – nicht mit Möbeln

 

Ein Sofa macht noch keine New-Work-Fläche. Entscheidend ist, welche Tätigkeiten im Raum stattfinden und wie häufig die einzelnen Zonen genutzt oder verändert werden. Erst daraus entsteht ein belastbares Lichtkonzept.

Fokus und konzentrierte Einzelarbeit

 

Fokusbereiche benötigen eine ruhige, auf die Sehaufgabe abgestimmte Beleuchtung. An Bildschirmarbeitsplätzen bleiben Beleuchtungsstärke, Gleichmäßigkeit und Blendungsbegrenzung verbindliche Planungsgrößen – unabhängig davon, ob der Schreibtisch fest vergeben oder im Desksharing genutzt wird.

 

Empfangstheke einer Praxis mit Blick von den Arbeitsplätzen auf den Flur, im Fokus blendfreie Linearleuchten PALADIO LENS über den Bildschrimarbeitsplätzen und BE-Strahler an der Decke bei den angrenzenden Schränken. | © Lars Gruber

Open Space und Desksharing

 

In offenen Arbeitsbereichen ändern sich Belegung und Möblierung häufiger als im klassischen Einzelbüro. Die Beleuchtung darf deshalb nicht nur zu einem einzigen Schreibtischplan passen. Sinnvoll sind klar definierte Arbeitszonen, ausreichend flexible Lichtsysteme und eine Steuerung, die Teilflächen unabhängig voneinander bedienen kann.

Runder Besprechungsbereich bei Streit, mit zentraler Sitzanordnung und Sattlers Doppio Leuchte mit direkten und indirekten Lichtaustritt. Im Hintergrund befindet sich eine geschwungende Duetto Sonderleuchte , ebenfalls direkt indirekt leuchtend.  | ©  Christoph-Duepper

Teamarbeit und Projektflächen

 

Workshop- und Projektbereiche müssen unterschiedliche Aufstellungen ermöglichen: Arbeit am Tisch, Präsentation, Arbeit an Wänden oder spontane Gruppenbildung. Eine Kombination aus flächigem Licht, akzentuierbaren Bereichen und passenden Lichtszenen reagiert besser auf diese Wechsel als eine einzelne, starre Lichtstimmung.

 

Verschiedene Doppio Direct / Indirekt Leuchten der Firma SATTLER in einem flexibel nutzbaren Bereich in einem Bürogebäude. Seien es Besprechungen, Arbeitsplätze oder Präsentationsflächen im New Work Konzept | ©  Christoph-Duepper

Besprechung und hybrider Austausch

 

In Meetingräumen und offenen Besprechungszonen treffen Tischbeleuchtung, Gesichtserkennung, Mediennutzung und Raumwirkung aufeinander. Je nach Nutzung können getrennt steuerbare direkte und indirekte Lichtanteile oder zusätzliche Akzente auf vertikalen Flächen sinnvoll sein.

 

Moderner Besprechungsraum bei Streit mit großen Fenstern und Sattlers Gioco Direct Leuchte.  | © Kuehnmedia

Rückzug, Lounge und informelle Begegnung

 

Nicht jede Zone braucht die Anmutung eines klassischen Arbeitsplatzes. In Rückzugs- und Loungebereichen dürfen dekorative Leuchten, wärmere Lichtstimmungen und gezielte Akzente eine eigenständige Atmosphäre schaffen. Dennoch müssen Orientierung, Gesichter und Wege angemessen sichtbar bleiben.

Moderner Lounge-Bereich mit grünen runden Säulen, halbrunder Treppenholzbank, grünen Kissen, Pflanzen deckennah und gebogenen schwarzen DUETTO Lichtlinien, die teils um die Säulen verlaufen. | © Nina Struve for VRAI interior architecture

 

Drei Lichtebenen für eine flexible Arbeitswelt

 

Ein belastbares New-Work-Konzept versucht nicht, jede spätere Veränderung vorherzusagen. Es schafft eine klare Grundstruktur und ergänzt sie um Elemente, die angepasst werden können. Für die Lichtplanung bedeutet das drei aufeinander abgestimmte Ebenen.

1. Die funktionale Basis

 

Die Basis stellt die erforderliche Beleuchtung für Arbeits-, Verkehrs- und Kommunikationsbereiche bereit. Lineare Leuchten, Lichtstrukturen oder deckenintegrierte Lösungen geben dem Raum Ordnung und sorgen für eine verlässliche Lichtqualität. Ihre Position richtet sich nach definierten Nutzungszonen, nicht nach einem beliebigen Deckenraster.

 

Die PALADIO Familie bietet dafür Pendel-, Anbau-, Einbau- und Systemvarianten mit unterschiedlichen Optiken. PRISM und LENS ermöglichen kontrollierte Lichtverteilungen; direkt-indirekte Ausführungen verbinden Arbeitslicht mit einer Aufhellung der Decke.

 

 

 

2. Die flexible Ebene

 

Wo sich Möblierung, Arbeitsgruppen oder Präsentationssituationen verändern, braucht auch das Licht anpassbare Komponenten. PALADIO TRACK verbindet eine lineare Grundstruktur mit einer integrierten Stromschiene. Lineare Lichtelemente, Spots und ausgewählte Pendelleuchten können innerhalb des Systems positioniert und bei veränderten Anforderungen neu zugeordnet werden.

 

Arbeitsplatzstehleuchten können zusätzliche Flexibilität schaffen, wenn Arbeitsplätze verschoben werden oder Eingriffe in die Decke nicht sinnvoll sind. Flexibilität bedeutet jedoch nicht Beliebigkeit: Stromversorgung, Abhängepunkte, Steuerungszonen und mögliche spätere Positionen müssen von Anfang an mitgeplant werden.

Drei Lichtebenen in einer flexiblen Arbeitswelt mit funktionalem Arbeitslicht, modularer Stromschiene und atmosphärischen Ringleuchten | © KI generated

3. Atmosphäre und Identität

 

Meeting Points, Lounges, Empfangs- und Gemeinschaftszonen dürfen sich gestalterisch von den Arbeitsbereichen unterscheiden. GIOCO, DOPPIO, AVVENI oder FAVO können räumliche Mittelpunkte setzen, Tischformen aufnehmen oder einer Zone eine eigene Identität geben.

 

Entscheidend ist, dass technische und dekorative Leuchten nicht wie zwei getrennte Konzepte wirken. Wiederkehrende Oberflächen, Materialien, Profilstärken oder geometrische Bezüge schaffen einen Zusammenhang über die gesamte Arbeitswelt.


 

Licht und Akustik als gemeinsames Deckenkonzept

 

New Work Workshopbereich mit durch Vorhänge abtrennbare Raumeinheiten, durchgängig sind lineare Akustikbaffeln an der Decke in Reihe angeordnet.

Offene Arbeitswelten bündeln viele Gespräche, Wege und Tätigkeiten in einem Raum. Gleichzeitig prägen Glas, Beton und andere harte Oberflächen häufig die Architektur. Beleuchtung und RaumAkustik sollten deshalb früh gemeinsam betrachtet werden – bevor Leuchten, Absorber, Lüftung und weitere Einbauten um dieselben Deckenflächen konkurrieren.

 

Akustisch wirksame Leuchten verbinden Beleuchtung und Schallabsorption in einem Element. 

Je nach Zone kommen unterschiedliche Lösungen infrage:

 

  • - lineare BAFFELLEUCHTEN für größere Open-Space- und Workshopbereiche
    - GIOCO mit ACOUSTIC SET für Meeting Points und Kommunikationszonen
    - ACOUSTIC LIGHT PANELS für eine flächige und visuell ruhige Deckenwirkung
    - projektspezifische Licht- und Akustikelemente für besondere Grundrisse oder technische Einbauten
  •  

Die Auswahl hängt von Raumgröße, Nutzung, vorhandenen Oberflächen und der erforderlichen akustischen Wirkung ab. Eine Akustikleuchte ist Teil des RaumAkustikkonzepts; sie ersetzt nicht automatisch die Berechnung und Abstimmung aller akustischen Maßnahmen.


 

Steuerung, die der Nutzung folgt

 

In einem Multispace-Büro sind nicht alle Zonen gleichzeitig und gleich intensiv belegt. Eine gemeinsame Schaltung für die gesamte Fläche wird dieser Nutzung selten gerecht. Sinnvoller sind Steuerungsbereiche, die sich an Arbeits-, Meeting-, Workshop- und Aufenthaltszonen orientieren.

 

DALI oder Casambi ermöglichen dimmbare Leuchten, getrennte Gruppen und definierte Lichtszenen. Präsenz- und Tageslichtsensorik kann dabei helfen, die Beleuchtung an Belegung und verfügbares Tageslicht anzupassen. Bei geeigneten SATTLER Baffellösungen lassen sich DALI-2-Sensormodule nahezu unsichtbar integrieren; abhängig von der Konfiguration können sie beispielsweise Helligkeit und Anwesenheit erfassen.

 

Die technische Möglichkeit allein ergibt noch kein gutes Bedienkonzept. Nutzer müssen verstehen, welche Szenen verfügbar sind und was automatisch geschieht. Automatik, individuelle Eingriffe und zentrale Gebäudesteuerung werden deshalb passend zur tatsächlichen Nutzung festgelegt.

 

Die beste flexible Beleuchtung ist nicht die mit den meisten Einstellungen. Sie ist diejenige, die Veränderungen ermöglicht und im Alltag trotzdem eindeutig bedienbar bleibt.
Lounge mit goldfarbenen Akustikbaffeln, integrierter Stromschiene und flexiblen Strahlern | © AI generated

 

Drei New-Work-Projekte.

Drei unterschiedliche Antworten.

Runder Besprechungsbereich bei Streit, mit zentraler Sitzanordnung und Sattlers Doppio Leuchte mit direkten und indirekten Lichtaustritt. Im Hintergrund befindet sich eine geschwungende Duetto Sonderleuchte , ebenfalls direkt indirekt leuchtend.  | ©  Christoph-Duepper

STREIT, Gengenbach – ein Lichtsystem für eine komplette Arbeitslandschaft

 

 

Die Aufgabe: 


Auf 2.200 Quadratmetern und zwei Ebenen treffen Einzelarbeitsplätze, Open Space, Meeting Points, Coworking- und Loungebereiche aufeinander. Jede Zone benötigt eine eigene Lichtwirkung, das Gebäude aber eine durchgängige gestalterische Linie.

 

Die SATTLER Lösung:


PALADIO bildet die funktionale und flexible Basis. PALADIO LENS übernimmt kontrolliertes Arbeitslicht, während PALADIO TRACK mit linearen Elementen, Spots und Pendelleuchten auf unterschiedliche Zonen reagieren kann. GIOCO markiert Meeting Points; großformatige DOPPIO Ringleuchten geben Loungebereichen räumliche Präsenz. So erfüllen technische und dekorative Leuchten verschiedene Aufgaben und bleiben dennoch Teil eines gemeinsamen Konzepts.

Evangelische Bank, Kassel – Open Office mit Licht, Akustik und Sensorik

 

 

Die Aufgabe:

  
Der denkmalgeschützte Bau aus den 1950er-Jahren wurde zu einer offenen Arbeitswelt mit großzügigen Arbeitsflächen, Rückzugsmöglichkeiten, Kaffeebars, Besprechungsräumen und geräuschisolierten Nischen weiterentwickelt. Die Beleuchtung musste unterschiedliche Nutzungen unterstützen und sich in die Bestandsarchitektur einfügen.

 

Die SATTLER Lösung:


PALADIO PRISM, integrierte lineare Lichtelemente, Lichtdecken und akustisch wirksame Baffeln bilden ein zusammenhängendes Konzept. Licht und Schallabsorption werden in den offenen Bereichen gemeinsam in die Deckenstruktur integriert. Optional integrierbare DALI-2-Sensormodule ermöglichen, Messwerte wie Helligkeit und Anwesenheit an eine zentrale Steuerung weiterzugeben.

Open Office der Evangelischen Bank Kassel mit linearen PALADIO Leuchten und Arbeitsplätzen am Fenster
Meeting Point mit Slim Delta Direkt Leuchten von SATTLER. Im Hintergrund eine Empfangstheke mit Paladio System Track Leuchte, sowie Paladio System LENS jeweils als Pendelversion in verschiedenen Höhen verbaut. In der Track Leuchte wurden zudem Avveni Pendant 1 und Evo Spot eingesetzt | © Dauphin HumanDesign® Group GmbH & Co. KG

Dauphin Workheart, Offenbach – vom Rückzug bis zur sozialen Zone

 

 

Die Aufgabe:  


Das Workheart-Konzept zeigt eine Arbeitswelt „from super private to super social“. Konzentriertes Arbeiten, kreativer Austausch, Begegnung und repräsentative Showroom-Situationen erhalten jeweils einen eigenen räumlichen Charakter.

 

Die SATTLER Lösung:

 
SATTLER entwickelte die Lichtplanung für die unterschiedlichen Raumkonzepte. PALADIO LENS, PRISM und TRACK schaffen funktionale und flexible Lichtstrukturen. DOPPIO, DOPPIO ELLIPSE, SLIM DELTA, AVVENI und FAVO setzen je nach Zone atmosphärische oder repräsentative Akzente. Die Vielfalt entsteht nicht durch zufällige Einzelprodukte, sondern durch eine abgestimmte Auswahl von Form, Größe, Oberfläche und Lichtwirkung.


 

New Work im Neubau und im Bestand

 

Nicht jede neue Arbeitswelt entsteht in einem Neubau. Häufig werden klassische Zellenbüros, veraltete Open-Space-Flächen oder einzelne Etagen schrittweise umgebaut. Dann müssen vorhandene Decken, Anschlüsse, Leuchten, Möblierung und der laufende Betrieb in das neue Zonenkonzept einbezogen werden.

Je nach Ausgangslage können neue Systemleuchten an bestehende Strukturen angepasst, Arbeitsplatzstehleuchten für flexible Bereiche eingesetzt oder vorhandene Leuchten technisch überarbeitet werden. SATTLER prüft eigene Leuchten ebenso wie geeignete Fremdfabrikate und entwickelt bei Bedarf individuelle Sanierungssätze.

 

Entscheidend ist, zuerst die zukünftigen Arbeitsmodi und Zonen zu definieren. Ein reiner Austausch alter Leuchten übernimmt sonst nur die Logik des bisherigen Büros – auch wenn die neue Technik effizienter ist.


 

So entsteht ein Lichtkonzept für New Work

1. Arbeitsweisen und Veränderungen verstehen

Wir klären, welche Tätigkeiten stattfinden, wie häufig Zonen genutzt werden und welche Bereiche sich später verändern sollen. Desksharing, hybride Meetings und flexible Projektflächen werden nicht als Schlagworte, sondern als konkrete Nutzungssituationen betrachtet.


 

2. Zonen und Lichtaufgaben definieren

Für Fokus, Teamarbeit, Besprechung, Rückzug und Aufenthalt werden jeweils Lichtwirkung, funktionale Anforderungen und gewünschte Atmosphäre festgelegt. Übergänge und Sichtbeziehungen zwischen den Zonen werden mitgedacht.

Moderne New-Work-Bürofläche mit Arbeits-, Besprechungs- und Rückzugszonen sowie überlagertem Zonierungsplan

 

3. Licht, Akustik und Decke koordinieren

Leuchten, Absorber, Lüftung, Sprinkler, Sensoren und weitere Einbauten werden früh aufeinander abgestimmt. So entsteht ein zusammenhängendes Deckenkonzept statt einer nachträglichen Addition einzelner Systeme.


 

4. Feste und flexible Elemente kombinieren

Eine verlässliche Grundstruktur wird mit veränderbaren Licht- und Akzentelementen ergänzt. Steuerungszonen, Sensorik und Bedienung werden auf die spätere Nutzung ausgerichtet.

Offene Bürofläche mit linearen Leuchten, Akustikbaffeln und flexibel geführtem Stromschienensystem

 

5. Berechnen, anpassen und realisieren

Die Lichtberechnung prüft die funktionalen Anforderungen in den relevanten Bereichen. Abmessungen, Oberflächen, Optiken und Montagearten werden definiert und bei Bedarf projektspezifisch angepasst. Die Leuchten entstehen in unserer Manufaktur in Göppingen; auf Wunsch begleitet unser Montageteam die Umsetzung vor Ort.

Lichtberechnungsplan, Materialmuster und Montage einer linearen Leuchte

 

Häufige Fragen zur New-Work-Beleuchtung


 

Eine flexible Arbeitswelt braucht ein klares Lichtkonzept

Schicken Sie uns Grundriss, Zonierungsplan und die wichtigsten Angaben zu Nutzung, Decke, Akustik und Steuerung. Wir prüfen, wie sich funktionales Arbeitslicht, Veränderbarkeit und Atmosphäre zu einer durchgängigen, realisierbaren Lösung verbinden lassen.